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Über mich

Mein Name ist Julia Paetow und Hunde begleiten mich, seit ich denken kann.
Unsere erste Hündin Sina, ein Hovawart-Collie-Mischling, war der klassische Familienhund – unkompliziert, freundlich und einfach immer mit dabei. Mit ihr begann meine Liebe zu Hunden, doch erst unser Border Collie-Rüde Anton hat meinen Blick auf Hunde wirklich verändert.

Anton stellte unsere Welt komplett auf den Kopf. Er war sensibel, herausfordernd, voller Energie – und wir verstanden ihn oft nicht wirklich. Zwei Jahre später zog zusätzlich unsere Golden Retriever Hündin Luna bei uns ein, doch anstatt Ruhe hineinzubringen, verstärkten sich viele Probleme noch weiter. Beide Hunde waren ständig mit ihrer Umwelt beschäftigt, nervös, zogen an der Leine und wir hatten kaum Einfluss auf sie.

Natürlich besuchten wir Hundeschulen. Auf dem Hundeplatz funktionierte vieles mit Leckerlies und Übungen auch scheinbar gut, doch draußen im echten Alltag, wenn Situationen plötzlich ernst oder aufregend wurden, war all das Gelernte oft wie vergessen. Es war schlicht nicht relevant genug für die Hunde.

Über mehrere Stationen und verschiedene Hundeschulen kam ich schließlich zu Natural Dogmanship®. Dort begann ich Hunde zum ersten Mal wirklich zu verstehen. Ich lernte, ihre Bedürfnisse zu erkennen, ihre Körpersprache zu lesen und wahrzunehmen, was sie mir eigentlich mitteilen wollten. Anton und Luna wurden zu meinen größten Lehrmeistern und legten den Grundstein für mein heutiges Verständnis von Beziehung, Erziehung und Zusammenleben mit Hunden.

Die beiden begleiteten mich durch meine Jugend und mein gesamtes Medizinstudium hindurch und wir hörten nie auf, voneinander zu lernen. Besonders die letzten gemeinsamen Jahre alleine mit Anton waren für mich unglaublich prägend. Als er bereits alt, grau, taub und blind war, entstand zwischen uns noch einmal eine ganz besondere Tiefe und Verbundenheit, die mich bis heute bewegt.

Mit etwas Abstand kam schließlich Nala in mein Leben – eine Schäferhund-Mix-Hündin aus einer rumänischen Tötungsstation. Sie zog mit etwa zehn Monaten bei uns ein und sah die Welt als einen gefährlichen Ort, vor dem sie sich schützen musste. Nala war schreckhaft, impulsiv und zeigte aus Unsicherheit heraus aggressives Verhalten gegenüber Menschen und anderen Hunden.

Mit ihr begann für mich noch einmal ein völlig neuer Lernprozess. Sie war der Auslöser dafür, dass ich mich entschied, die Ausbildung zur Hundeerziehungsberaterin bei Jan Nijboer, dem Begründer von Natural Dogmanship®, zu absolvieren. Diese Ausbildung habe ich im Oktober 2025 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem arbeite ich zusätzlich als Gasttrainerin in der Hundeschule Nordrudel®, wo ich heute noch wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und mich kontinuierlich weiterentwickeln darf.

Meine Arbeit basiert auf Beziehung statt Kontrolle, auf Verständnis statt bloßem Funktionieren. Ich möchte Menschen dabei unterstützen, ihre Hunde wirklich zu sehen, sie besser zu verstehen und gemeinsam einen alltagstauglichen, vertrauensvollen Weg zu finden – individuell, ehrlich, fair und auf Augenhöhe.

Meine Philosophie 

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Der Hund ist nach wie vor ein sozialer Beutegreifer. Sein Verhalten wird von verschiedenen Instinkten geprägt, die je nach Rasse, genetischer Veranlagung und individuellem Charakter unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Dazu gehören der Sozial-, Territorial-, Sexual- und Jagdinstinkt. ​In meiner Hundeschule steht deshalb nicht das isolierte Erlernen einzelner Übungen oder das reine Funktionstraining im Vordergrund. Mein Schwerpunkt liegt auf Erziehung im sozialen Kontext. Ziel ist es, den Hund in seinem Wesen zu verstehen, seine Bedürfnisse zu erkennen und diese sinnvoll in den Alltag und im Zusammenleben mit dem Menschen einzubeziehen. ​Eine erfolgreiche Erziehung entsteht aus meiner Sicht nicht durch das Unterdrücken natürlicher Verhaltensweisen, sondern durch einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Die Bedürfnisse des Hundes sollten erkannt, berücksichtigt und gezielt genutzt werden, um Orientierung, Vertrauen und eine stabile Mensch-Hund-Beziehung aufzubauen.​ Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist dabei die Etablierung einer ersatzjagdlichen Beschäftigung. Sie ermöglicht es dem Hund, wesentliche Elemente seines natürlichen Verhaltens auf eine kontrollierte und artgerechte Weise gemeinsam mit seinem Bezugsmenschen auszuleben. Gleichzeitig bietet sie zahlreiche Möglichkeiten, erzieherisch Einfluss zu nehmen, die Zusammenarbeit zu fördern und den Hund sinnvoll auszulasten. Mein Ziel ist es, Mensch und Hund dabei zu unterstützen, ein gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und eine alltagstaugliche, vertrauensvolle Partnerschaft aufzubauen – auf der Grundlage von Wissen über das natürliche Verhalten des Hundes und einer Erziehung, die sich an seinen Bedürfnissen orientiert.

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